Beamershootout Wiesbaden 27.12.2008

 

Bei der Veranstaltung von PiPro gab es folgende Geräte zu besichtigen:

Sony VPL-HW10
Panasonic PT-AE3000
Mitsubishi HC5500
Mitsubishi HC7000
Sanyo PLV-Z3000
Epson TW3800
Epson TW5000
JVC HD350

Damit war wohl die Mehrzahl aller derzeit angesagten Heimkinoprojektoren zu bestaunen.

Da ich erst gegen Ende der Veranstaltung vorbeikam (und alle Anwesenden schon Cinemascope-Augen hatten ;-) war ich fünf Minuten nach Ankunft alleine im Heimkinoraum. Und da ich zu den "Breitbildfetischisten" zähle wurden recht schnell die kleinen Leinwände (1,60m) abgebaut und die große Leinwand (2,70m) dahinter genutzt, zu sehen auf dem linken Bild ist die eingeklappte linke Leinwand am Boden und einige der Testgeräte, auf dem rechten Foto der Panasonic PT-AE 3000 (in der Mitte hinten im Raum an die Wand geschoben):

       

 

Das Breitbild stellte sich alsdann dergestalt da (Foto von unten, deshalb etwas schräg):

 

Kurz zu meinen Eindrücken:

Aufgrund meines späten Erscheinens hab ich nach einigen Minuten Vergleich auf den kleinen Leinwänden nur noch die große Leinwand verwendet, die Fernbedienung des BluRay-Players in der Hand und einige Beamer hintereinander verglichen. Mir fiel auch schon beim Direktvergleich auf das die Unterschiede beim Bild recht marginal sind (zumindest wenn man nicht zu den "Erbsenzählern" gehört...). Zudem hängt bei mir ein ganzer Gerätezoo am Projektor, vom HD-Heimkino-PC über HD-Festplattenreceiver bis zum amerikanischen Fernsehen (AFN in NTSC) via Dachantenne.

Bei den aktuellen Full-HD-Projektoren gibt es nicht mehr viel zu Meckern muss ich sagen. Jeder kann nach seinem Geschmack wählen und wird wirklich lange zufrieden sein. Gerade bei den Breitbildfans, wie mir, ist aber diese Zwischenbildberechnung schon ganz nett. Insbesondere wenn man sich recht nahe an der Leinwand platziert, also unter dem 1,5fachen Abstand der Bildbreite. Und bei BluRay geht auch fast der 1,0fache Abstand ohne Probleme.

Der Panasonic 3000 war insgesamt ganz angenehm, flüssige Schwenks dank Zwischenbildberechnung (Stufe 1 war eingeschaltet) und auch die dunklen Szenen überzeugten.

Die Bildharmonie beim JVC HD 350 hat mir auch ins Auge gestochen, schönes Schwarz, gute Konturen im Rest des Bildes und im hohen Lampenmodus zwar etwas lauter aber ein wirklich helles Bild, das locker über 3m Bildbreite reicht. Auch die motorischen Objektivfunktionen sind ganz nett, insbes. wenn man wie ich eine Motorleinwand verwendet und von 4:3 (alte StarTrek-Folgen in HD) über 16:9 (HDTV via Astra) bis zu 24:9 (Ben Hur) alles was es so gibt auf die Leinwand wirft.

Der Sony HW 10 war mir etwas zu flau, aber das soll (wie alle Kommentare hier) nur als Meckern auf sehr hohem Niveau verstanden werden...

Noch eine Bemerkung zu den Farben: Bei den aktuellen Beamern gibt es soviele Einstellmöglichkeiten das wirklich jeder das Bild bei jedem Projektor so hinbekommen sollte wie er es gerne hat. Kalibrierung, aufgesteckte Filter, D65 o.ä. hin oder her... Da erübrigen sich Diskussionen wie "zu rosa Himmel", "das Kleid sieht da aber zu blau aus" etc. schon im Ansatz. "Echte" Kalibrierungen wie z.B. bei den Profiversionen von Photoshop (stellt man die verschiedenen Monitore zweier Systeme mit dem gleichen Bild nebeneinander sehen diese exakt gleich aus und kommen auch exakt so aus dem kalibrierten Drucker) gibt es im Heimkinosektor so leider nicht...

Wichtig bei der Entscheidung für einen Projektor sind bei dem hohen Niveau das beim Shootout geboten wurde eher Dinge wie Zoombereich, Lensshift, Zwischenbildberechnung und persönliche Vorleiben wie Darstellung von Farben oder auch die Darstellung von Standard-Signalen, also deutsches Fernsehen. Bis 2010 müssen wir ja noch auf allen Kanälen mit SD leben...

Alle Projektoren sind angenehm leise, Radaubrüder wie früher bei den DLP´s gibt es nicht mehr.

Und auch erstaunlich: Die LCD´s haben aufgeholt und müssen sich nicht mehr verstecken, ob nun DILA (JVC) oder SXRD (Sony). Ich hatte vor einigen Jahren mal den ersten DILA bei JVC Professional in Friedberg gesehen auf einer sehr großen Leinwand (über 3 Meter), da konnte von Schwarz übr. noch keine Rede sein und auch der erste HD-Receiver hatte dort wegen Überhitzung den Dienst quittiert. Dann wurde umgeschaltet auf ein D-VHS-Band. Equipment damals schweineteuer und noch nicht ausgereift..

Heute dagegen kauft man einen Full-HD-Projektor wie den Panasonic 3000, stellt eine Playstation 3 daneben und hat ein absolut extraordinäres Filmvergügen, Hut ab...

 

Und zum Schluss:

Vielen Dank an Oliver und die Organisatoren!

-Christoph-

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