High Definition Home Cinema
HD-Demo-Material: Quicktime, WMV-HD, DivX-HD , H.264 Software: MediaPlayer, ZoomPlayer, VideoLAN, TheaterTek
Bildqualität und Spaßfaktor bei Großprojektion sind wichtige Punkte mit
dem sich jeder Heimkinofan beschäftigt. Bei der Kalkulation des Budgets für die
bewegten Bilder ist ein wesentlicher Faktor der Punkt:
"Abwesenheit
von Fehlern". Werden keine Kompromisse gewünscht wird es recht teuer beim
Projektorkauf. Die Differenz zu der bezahlbaren Mittelklasse, meist
LCD-HDTV-Projektoren
zwischen 1000 und 2000 €, ist in den Jahren 2007 bis 2010
aber noch
einmal deutlich geschrumpft. Der wirklich große Unterschied (auch im Spaßfaktor)
liegt jetzt nicht mehr so sehr im Projektor selbst, sondern viel mehr im Quellmaterial in dem die Filme vorliegen, begründet. Echtes High-End ist ohne
eine HDTV-Quelle nicht möglich und auch bei den Mittelklasseprojektoren steigert
das Vorliegen der Lieblingsserie oder Hollywoodfilms in High-Definition den
Filmspaß ganz enorm. Als Beispiel möge der Ausschnitt des Harry Potter Films
weiter unten dienen. In
Europa ist z.Zt. aufgrund öfter fehlenden Quellmaterials aber noch die PC-Lösung mit
Material aus dem US-HDTV das Mittel der Wahl, zumindest für sprachgewandte Fans.
Die hierbei eingesetzte MPG-2-Kompression stellt in den beiden in den USA
verwendeten HDTV-Varianten 720p und 1080i keine besonderen Ansprüche an halbwegs
moderne PC-Systeme.
Anders sieht dies bei der aktuell verwendeten Codierung des hochauflösenden
Fernsehens in Europa aus. Hier wird zumeist auf den sehr rechenintensiven
H.264-Codec gesetzt und zudem noch im neuen DVB-S2 Format gesendet, das nur
neueste digitale TV-Karten wiedergeben können.
Video-Beispiel Heimkino ( Leinwand 250x140cm, Genesis Tour 2007, HD 720p )
Diashow im Heimkino: Eine exzellente Möglichkeit etlichen Zuschauern in bequemem Rahmen Fotografien vorzuführen oder auch nur zur abendlichen Kontrolle der Fototour. Durch den viel größeren Platz (siehe Couchbild oben) drängt man sich nicht an einem Monitor/Laptop oder reicht Abzüge von Hand zu Hand. Der Aufwand geht im Gegensatz zu der alten Diavorführung mit Projektor und Dias gegen Null, da die digitalen Bilder ja zwecks Speicherung bereits auf dem PC vorliegen. Es muß lediglich ein Diashowprogramm sowie gegebenenfalls ein Musikplayer zur Untermalung geöffnet werden. Es empfiehlt sich lediglich noch ein Laserpointer als Zeigeinstrument. Die Erfahrung zeigt das in einem Heimkino mit am Beamer angeschlossenen PC immer mal wieder eine Diashow auf die Leinwand geworfen wird, ein nettes Bonbon. Jeglicher aktueller Heimkinoprojektor ist hierfür gut geeignet sofern er zumindest die kleine HDTV-Auflösung (1280x720) bietet. Die volle HD-Auflösung (1920x1080) wäre hier aber auch kein Fehler und ergibt dann auch einen Bildeindruck der durchaus vergleichbar zur alten analogen Diaprojektion ist, nur wesentlich einfacher und mit mehr Möglichkeiten (Überblendung/Musikuntermalung/Filmeffekte/Schwenks durch die Fotos etc.). Die letzten professionellen Diashow-Vorführer (meist Expeditionsdokumentationen) stellen aus diesen Gründen gerade auf digitale Projektion um.
Die Wertungen in der Tabelle beziehen sich auf die Großprojektion und einen Sichtabstand vom etwa 1,5 fachen der Bildbreite. Der gelbe Bereich mit einigen der schlechteren TV-Signale (zu niedrige Bitrate, schlechtes Quellmaterial etc.) ist für große Leinwände leider grenzwertig. Wie zu sehen sind alle Quellen die den guten, alten PAL-Standard gut ausnutzen auch für´s Heimkino geeignet. Richtiger Bildspaß (Im Sinne von: WOW!) kommt dagegen erst mit echten HD-Signalen auf. Immer wieder erschreckend sind die Qualitätsschwankungen bei den einzelnen Bildquellen. Im Falle der DVD umfasst diese Spanne leider die Wertungen "mangelhaft" bis "sehr gut", wobei "sehr gut" selten erreicht wird und auch nur für das exzellente Ausschöpfen der Eckwerte des alten PAL-Formates gilt.
Richtigen Bildspaß auf einer Leinwand bringen nur wirklich gute DVD´s sowie Filme via Astra Digital (DVB-S), mit hohen Bitraten und exzellentem Quellmaterial. Die neue digitale Verbreitungsform DVB-T sendet übrigens mit geringeren Bitraten als DVB-S. Das Signal wird an den Sendemasten via Satellit angeliefert und erneut (auf niedrigere Bitrate) umkodiert. Durch den hierdurch bedingten starken Qualitätsverlust ist das resultierende Bild für Heimkinoprojektion ungeeignet. Aus diesem Grund testet beispielsweise die Zeitschrift Audiovision keine DVB-T-Receiver mehr. In HD spielt die Quelle fast keine Rolle, der "WOW!"-Effekt schlägt hier regelmäßig zu. Serienfans, die via Heimkino-PC Folgen ihrer Lieblingsserie auf die Leinwand werfen, sollten sich an folgenden Werten orientieren:
Die typische Serie hat meist zwischen 40 und 44 Minuten Spielzeit und belegt bei DVD-artiger Qualität ab ca. 350 MByte (drei Sterne in der Tabelle), der HD-Wow-Effekt setzt ab etwa 700 MByte pro Folge ein (4 Sterne) und steigert sich noch bei Dateigrößen über einem GByte (5 Sterne). Wobei sich der größte Qualitätssprung bei Großprojektion zwischen den 350 MByte und 700 Mbyte-Versionen ergibt (Bildbeispiele auf der Leinwand).
| Bildqualität | Quelle | Auflösung | MBit/s | GByte/h | Format |
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Kleiner Camcorder | 720 x 576 i | 29 | 12,7 | PAL (Halbbilder) |
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Standard-TV-Format (PAL) | 720 × 576 i | 2 - 6 | meist 1,3 - 2 | |
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DVD | 720 x 576 p | 5 - 9 | meist 2 - 2,5 | PAL (Vollbilder) |
| H.264 | 640 x 480 p | 1-1,5 | 0,5 | ||
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HD-wow-Effekt
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DivX, H.264 (960x540) | 960 x 540 p | 2-3 | 1 | HDTV "light" |
|
HD-wow-Effekt
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DivX (1280x720) , H.264 | 1280 x 720 p | 4-6 | 1,5 | HDTV |
| WMV-HD-DVD | 1280 x 720 p | 8 | 3,5 | ||
| HD-TV-Format (H.264) | 1920 x 1080 i | 9 | 4 | ||
| HD-TV-Format (mpeg2) | 1920 x 1080 i | 18 | 8 |
| Sichtwinkel | Geräteklasse | Optimale Bildqualität | Befriedigende Bildqualität | Sichtentfernung / Bildbreite |
| 10 Grad | Röhren oder Flat-TV (82cm 16:9, PAL) | DVD | VHS-Video | 4m / 70 cm |
| 20 Grad | TV-Rückpro (160cm 16:9, 720p) | HDTV 720p | DVD | 4m / 140 cm |
| 35 Grad | Mittelklasse-Projektor (720p) | HDTV 720p | DVD | 4m / 250 cm |
| 55 Grad | High-End-Projektor (1080p) | HDTV 1080p | HDTV 720p | 4m / 420 cm |
HiFi-"Voodoo" im Heimkino: Wer sich fragt ob im Heimkinobereich auf extrem teure Komponenten gesetzt werden sollte um einen tollen Klang zu erreichen dem sei DRINGEND die folgende Webseite ans Herz gelegt: http://www.hifiaktiv.at/diverses/realistische_betrachtungen.htm. Ein großer Vorteil nach der (sehr amüsanten) Lektüre der dortigen Ausführungen ist (je nach Ausgangslage) die enorme Kostenersparnis.
Im Videobereich gilt Ähnliches, nur bei den Projektoren kann es jetzt teuer werden. Dies gilt aber nur für seltene Extremfälle, wie sehr große Bildbreiten, also beispielsweise 7 Meter. Oder aber sehr helle Ausleuchtung bei Einsatz im Freien. Für die meisten Indoor-Heimkinos ist eine Preisspanne zwischen etwa 1000 und 4000 Euro gerade richtig.
HDTV-16:9-Version eines 21:9-Kinofilms: Sehr viele
Heimkinofans sind der Meinung das bei der 16:9-Version einfach die Seiten
beschnitten werden und so recht

viel Bildinhalt verloren geht. In etlichen
Fällen ist dies auch richtig. In neuerer Zeit
und mit der immer größeren Verbreitung von HDTV-Displays in den USA gehen die
großen US-Sender aber immer mehr dazu über die "open-matte"-Version der Filme zu
senden. Dazu muss man wissen das seit Mitte der achtziger Jahre viele große
Kinoproduktionen im Filmformat Super-35 gedreht werden. Wenn man sich ein wenig
in die Materie einliest (Filmformate)
wird schnell klar das in diesem Fall die 16:9-HDTV-Version besser sein kann als
die 21:9-Kinoversion. Das gilt allerdings nur wenn die digitalen Effekte auch
für die gesamte Bildhöhe gerechnet wurden. Beispiele wären Titanic, Star Trek 6,
Apollo 13 oder der unten angeführte Vergleich von Herr-der-Ringe Teil 3.
Eine Zwischenlösung gibt´s z.B. bei den Harry Potter Filmen, es kommen im
Gegensatz zur 21:9 Fassung doch erkleckliche Teile oben und unten hinzu (die bei
21:9 nicht zu sehen sind!), so das im Gegenzug nicht allzu viel an den Seiten
verlorengeht...
Alle DVD-Versionen sind in Deutschland nur in 21:9 ("Widescreen") erhältlich. In den USA dagegen auch in der dort so beliebten Fullscreen-Version (4:3), d.h. dem alten Röhren-TV-Format. Um diesen Transfer ohne zu viel Bildverlust hinzubekommen wurde das Format Super-35 Anfang der Achtziger Jahre mit Beginn des Videobooms entwickelt. Ein angenehmer Nebeneffekt für das HDTV-Heimkino ist die volle Ausnutzung der Projektorauflösung und deutlich (!) mehr Bildinhalt als bei der 21:9-Version. Im Endeffekt gehen recht kleine Teile an den Seiten verloren, es kommen aber ungleich größere Bildbereiche oben und vor allem unten hinzu. Diese sind im Kino nie zu sehen gewesen, wurden aber gleichwohl vom Regisseur bei der Bildkomposition der Aufnahme berücksichtigt. Im Falle der HdR-Trilogie hatte Director Peter Jackson wohl schon die HDTV-Fassung im Sinn wie die nachgeschobene & überzeugende 16:9-HDTV-Version auf HBO vor kurzem zeigte, nachdem der Film dort zuerst in 21:9 ausgestrahlt wurde.
HDTV-Serien im Heimkino: Fast alle neueren TV-Serien aus den USA werden in HDTV produziert und auch ausgestrahlt. Das Bildformat ist 16:9, der Ton Dolby Digital 5.1, das Sendeformat HDTV 1080i. In diesem Format auf die Leinwand geworfen erzeugen aktuelle Serienfolgen einen deutlich besseren Bildeindruck im Heimkino als Kinofilme von DVD, da erst ein HDTV-Signal genügend Schärfe, Detailfülle und Bildtiefe für eine große Leinwand zu liefern im Stande ist. Bei älteren Serien wie Miami Vice oder Magnum stehen der HD-Veröffentlichung aufgrund der damaligen Schneidetechnik leider fast unüberbrückbare Hürden im Wege, die verwendeten 35mm-Kinokameras würden aber durchaus einen guten HD-Tansfer hergeben. Neue Serien werden meist mit digitalen HDTV-Kameras und/oder 35mm-Kinofilmausrüstung gedreht, aber auch das Super-16-Format (16mm Film) kommt noch zum Einsatz wie bei der Serie "O.C. California". Wenn sich alle Beteiligten erst einmal an die Besonderheiten der rein digitalen Produktion gewöhnt haben wird der chemische Film wohl bald in der Serienproduktion verschwunden sein...
Unterschiede DVD / HDTV / Kinosaal am Beispiel "Der Herr der Ringe" Teil 3:
DVD, 7 GB: Bei großen Leinwänden im Heimkino ( in diesem Fall 250cm )
fällt sofort der unscharfe Bildeindruck bei
vielen
Bilddetails in
der Totalen auf. Bei Nahaufnahmen geht der Gesamtbildeindruck aber in
Ordnung.
Beispiele für mangelnde Detailschärfe wären die Sequenz mit der
Leuchtfeuerkette auf den Bergen (~0:47), der Angriff es Reiterheers
mit
tausenden von Pferden (~2:00) aus der Helikopterperspektive oder beliebige
Landschaftsaufnahmen.
HDTV, 30 GB: Im Vergleich zur DVD gewinnt das gesamte Bild deutlich an
Tiefe. Wo vorher Landschaftsaufnahmen eindeutig künstlich wirkten sieht es
jetzt mehr wie auf einem Foto aus. So zeigt die Leuchtfeuersequenz beispielsweise einzelne Steine der Feuerbasis noch klar und konturiert wogegen
die DVD bei weitem keinen realistischen Eindruck mehr vermitteln kann. Beim
Angriff des Reiterheeres kann der faszinierte Betrachter seinen Blick auf ein
einzelnes Pferd in vorderster Front richten und wird mit scharfen Konturen
belohnt, und dies trotz winziger Größe. Diese Konzentration auf Kleinigkeiten
ist bei der DVD aufgrund der matschigen Details leider nicht mit echtem Genuß
möglich. Bei Landschaftsaufnahmen in der Totalen ist der Unterschied am
eklatantesten. Der Flug über die verschneite Bergflanke bei der
Leuchtfeuersequenz wirkt von DVD eindeutig nicht überzeugend und
wirklichkeitsgetreu. In HDTV schlägt hier der "WOW"-Effekt zu... - Die
phantastischen Tuschezeichnungen im Abspann erreichen eine Plastizität an die
die DVD-Version bei weitem nicht heranreicht, zusammen mit der exzellenten
Filmmusik ein echter Genuß. Die DVD bleibt auch hier eine
Klasse zurück.
Insgesamt verständlich das der Regisseur Peter Jackson seine Wunschbox mit der
Trilogie ausschließlich in HDTV veröffentlichen will, wenn die entsprechenden
Kaufmedien verfügbar sind. Die Beispielbilder von Herr-der-Ringe-3 sind mit
dem
Sony VW 100 "Ruby"
unter Verwendung einer Aufzeichnung aus dem amerikanischen HDTV als
Quellmaterial direkt von einer 250cm breiten Leinwand von schräg unten
abfotografiert.
Kinosaal (35mm): Leider wurden viele der 35mm-Kopien von HdR 3 in Deutschland für ihre schlechte Qualität berühmt. Die Farben wirkten flau, der Kontrast ging in den Keller und teilweise störendes Filmkorn ( Artefakte der Schnellkopierstrassen ) vergällte den Filmgenuss. Bei der Leuchtfeuersequenz kam bei mir im Kino sofort der sehnliche Wunsch nach der HDTV-Version auf. Eindeutig zu wenig Kontur, zu unscharf und im Bildeindruck unecht. Der Film in hoher Auflösung im Heimkino wirkt auf jeden Fall deutlich besser als im Kino. Wenn man nun noch den DD 5.1 EX-Ton auch richtig aufdrehen kann ist das Filmerlebnis zu Hause eine Klasse besser als damals im Kino, leider...
Klimaanlage im Heimkino:
Viele Heimkinobesitzer kennen das Problem der schlechten Luft, der steigenden
Luftfeuchtigkeit oder einfach der zu hohen Temperaturen im Heimkinoraum. Gerade
bei Heimkinos mit mehreren bequemen Sitzplätzen (und daraus resultierend
häufigen Gästen) nimmt die Luftqualität recht schnell ab und die Raumtemperatur
zu. Liegt dann zusätzlich die Außenhitze noch über 30 oder gar 35 Grad Celsius
wird es sehr schnell ungemütlich.
Es gibt jetzt mehrere Möglichkeiten dies zu ändern. Die einfachste ist ein Klimagerät, welches im Raum steht und Schläuche nach draußen benötigt. Besser sind die Splitgeräte mit dem Klimakompressor draußen und einem Verteiler an der Wand des Kinoraums. Dabei bleibt die Hitze die der Klimakompressor erzeugt sowie der Lärm draußen. Noch besser ist ein Inverter(split)gerät mit der für diese Geräteklasse üblichen besseren Regelungssteuerung. Dazu gibt es eine Fernbedienung auf der die gewünschte Temperatur vorgewählt wird. Diese Splitgeräte erfordern eine fachgerechte Montage durch einen Klimatechniker sowie einige (kleine) bauliche Veränderungen und sind damit meist nichts für Mieter. Hausbesitzer haben aber recht viel Freude daran... Die besten Geräte sind sog. Inverter mit hoher Energieeffizienz und extrem leise. Die Stromkosten liegen bei ca. 50 bis 100 Euro pro Jahr für einen 20 qm Raum (wie in diesem Fall), je nach Temperaturdifferenz zur Außentemperatur sowie Laufzeit der Anlage. Gerade im Sommer ist der Unterschied zu einem nichtklimatisierten Raum wirklich enorm. Man fühlt sich wohl und stellt den Besuch des Baggersees erst mal zurück :-)
Fazit: Perfekte Raumluft über das gesamte Jahr für einen Preis, der deutlich unter dem eines aktuellen Projektors liegt sollte die Entscheidung nicht schwer machen... Insbesondere wenn der Heimkinoraum im Sommer aufgrund der Hitze unbenutzbar ist, sollten die 500-1000 € inkl. Montage kein Thema sein...
Geräuschentwicklung im Heimkino: In vielen Heimkinos sind leistungsstarke Geräte im Einsatz die nicht immer ohne Lärmentwicklung arbeiten. Erzeugt wird die Geräuschkulisse überwiegend durch Lüfter aller Art um Abwärme aus den Gehäusen zu führen. Wer auch mal abends einen Film mit recht leisem Filmton hören will, sollte sich an den Vorgaben wie sie in sog. Passivhäusern für die Lüftungsinstallation gelten orientieren. Dort wird ein Wert von maximal 25 db empfohlen (äquivalent wären etwa 0,8 sone). Im Heimkino gibt es insbesondere zwei Geräteklassen die sehr oft teils deutlich darüber liegen. Es sind dies Projektoren & Heimkino-PC´s. Der Projektor, am häufigsten ist hier der Typ mit Gasentladungslampen der Leistungsklasse 130 bis 180 Watt anzutreffen, benötigt aufgrund der massiven Abwärme der Lampe eine sehr effiziente Kühlung. Viele DLP-Projektoren blasen leider mit teils deutlich über 30 db vor sich hin und stören deutlich bei leisen Filmpassagen. Bei den üblichen kleinen LCD-Projektoren ist dies seit einigen Jahren kein Problem mehr, bei DLP´s ist die Auswahl immer noch sehr eingegrenzt. Das gleiche gilt für die neueste Generation der Full-HD-Projektoren.
Bei den Heimkino-PC´s ist die Lüfterproblematik heute recht einfach in den Griff zu bekommen, wenn man einen Fachmann beauftragt ein leises System zusammenzustellen. Zu achten wäre hier auf leises Netzteil, leise Grafikkarte und leiser Prozessorkühlung. Wenn alle diese Komponenten die warme Abluft auch noch direkt aus dem Gehäuse blasen kann man dann auf den Gehäuselüfter verzichten und der PC bleibt bei 25 db oder weniger. - Klimaanlagen (s.o.) werden im Heimkino immer beliebter und produzieren auch Lüftergeräusche, nur die recht teuren Inverteranlagen bleiben unter 25 db Innenraumgeräusch.
Ein wenig abhängig ist der Aufwand der Lärmreduzierung im Heimkino natürlich auch von der Wohnung. Bei einer Innenstadtwohnung mit nicht gerade dem allerneuesten Lärmschutz ist die 25-db-Vorgabe natürlich eher nach oben zu korrigieren. Für ruhige Wohngegenden sollten aber schon alle Geräte die 25 db unterbieten um in allen Fällen einen schönen Audio-Genuss sicherzustellen.
Wichtige Einstellungen beim Sanyo Z2 (teilw. auch Z3, Z4, Z5)
| Lampenzähler:
Powertaste der Fernbedienung etwa 40 Sekunden gedrückt halten, siehe Bild. Entfernung von Staubpartikeln: Anleitung zur Entfernung von Staubkörnchen auf den LCD-Panelen. Factory Mode: "Select" und "Input" am Projektor zusammen mind. 5 Sekunden drücken. - Justage der Farbpanele im Factory Mode Service Mode: "Menu" und "Input" am Projektor zusammen etwa 5-10 Sekunden drücken. - OBACHT Rückkehr aus dem Factory oder Service Mode: Ein/Aus-Taste, anschl. eine der Bildspeichertasten. Vertikale Streifenbildung: Nach der Anleitung unten auf dieser Seite im Service Mode Reg.14 ändern. Service Manual: Das Manual gibt es Hier, bei der Veränderung von Registern vorsichtig sein. Lampenleuchte: Sollte die Lampenwechselleuchte des Projektors nach dem Einschalten brennen und dieser nicht mehr anlaufen einfach den Netzstecker für mind. 10 Minuten ziehen. Das gleiche gilt wenn der Projektor zwar anläuft aber kein Signal mehr bekommt. Bei mehr als 3000 Betriebsstunden brennt die Wechselleuchte dauerhaft, der Projektor läuft aber trotzdem an. |
Eliminierung der vertikalen Störstreifen, auch "Vertical Banding" (VB) genannt, beim Z2: Per Tastenkombination (siehe obigen Kasten, größte Vorsicht wlten lassen !!!) ins ServiceMenü wechseln und mittels Wipptaste der Fernbedienung das Register 14 aufrufen. Vorher sollte eine Szene, die das VB besonders gut zeigt auf der Leinwand eingefroren werden. Besonders gut eignen sich dunkle Szenen in grau (Fluch der Karibik, am Anfang) oder noch besser grünlich-grau (Independence Day, Flug ins Alienmutterschiff). Grünlich ist deshalb besonders gut geeignet, da das Register 14 die Grünjustage der LCD-Panele reguliert. Werden die Werte von Register 14 stark nach unten verändert sieht man die Farbe des Bildes immer mehr Richtung Grün driften. Gleichzeitig wird das VB immer deutlicher. Ändert man jetzt die Werte wieder nach oben, so ändert sich die Farbe des Bildes von Grün über Blaßgrün immer weiter ins Rötliche. Das ist der Bereich, in dem die Farben stimmig sind und das VB völlig verschwindet. Bei noch weiterer Anhebung des Wertes von Register 14 driftet das Bild wieder in den grünen Bereich und das VB tritt wieder auf. Diesmal aber invertiert, d.h. die vorher hellen Abschnitte der Streifen sind dunkel und umgekehrt. Im Fall meines Z2 war die Werkseinstellung von Register 14 auf "77" eingestellt. Unterhalb von etwa "70" wurde das Bild schon deutlich grünlich, desgleichen oberhalb von "100". Einstellungen zwischen "85" und "90" brachten das VB völlig zum Verschwinden. Das VB ist aber auch leicht temperaturabhängig. Wenn also der Projektor längere Zeit gelaufen ist verschiebt sich der Bereich leicht in Richtung niedrigerer Werte. Stellt man Register 14 also bei kaltem Projektor ein, wählt man den niedrigsten Wert, bei dem das VB gerade eben verschwindet. Ist der Beamer recht lange gelaufen ist der höchst mögliche Wert einzustellen. Das Register14-Tuning bringt gerade bei Geräten mit schlechter Werkseinstellung einen enormen Qualitätsgewinn, insbesondere wenn anschließend im Standardmenü noch die Graustufenadjustierung auf "EIN" gesetzt wird. Dunkle Szenen erscheinen so brillanter.
Luftfilter bei Sanyo-HDTV-Projektoren der "Z"-Reihe: Beim Sanyo Z2 bis Z5 ist hinten auf der Unterseite des Gerätes ein Luftfilter eingehängt. Dieser Filter an der Ansaugseite der Luftzirkulation setzt sich im Laufe der Zeit mit Staubpartikeln zu. Je nach Staubbelastung ist eine Reinigung in regelmäßigen Abständen anzuraten. In normaler Umgebung ohne Zigarettenqualm und in erhöhter Position auf einem Regal sollte man den Filter alle 500 Betriebsstunden reinigen. Die Reinigung ist sehr einfach, denn es ist kein Werkzeug hierzu erforderlich. Der Filter kann mit beiden Händen aus dem auf den Rücken gedrehten Gerät gezogen werden wie auf dem Bild dargestellt. Zum Säubern einfach eine weiche Bürste verwenden und etwas auf den Filter pusten. Wer es ganz perfekt machen will kann noch einen Staubsauger mit kleiner Düse verwenden um durch den Filtereinschub das Gerät abzusaugen. Wer die Filterreinigung versäumt den bestraft das Leben mit einem immer lauter werdenden Lüftergeräusch. Irgendwann schaltet der Lüfter dann auf die "Turbo"-Stufe und bei ganz verstopftem Filter versagt noch die Kühlung der im Ansaugschacht positionierten Signaleingangsplatine mit dem Effekt das sich das Gerät nach etwa 30 bis 60 Minuten Laufzeit plötzlich abschaltet...
Skivideo von mir auf YouTube Bildmaß-Rechner Programmangebot in den USA (HDTV)
Weitere Infos: Area-DVD Cineforhome.de Heimkinomarkt Filmstarts.de Foren: Area-DVD Beisammen.de Mein-Heimkino.com
Exkurs: AFN in Deutschland, der Sender der US-Streikräfte mit den vielen Live-US-Sportübertragungen und aktuellen Serien.